„Unvergesslich bleiben Menschen, die ihre Güte und ihr Geschick einsetzen, um anderen Gutes zu tun."
Vom Olgäle bis zur Nikolauspflege: Wir wollen die Erinnerung an das wegweisende soziale Engagement von Königin Olga lebendig halten.
Olgahospital, Karl-Olga-Krankenhaus, Königin-Olga-Stift – Namen, die zeigen, was Stadt und Land der Königin zu verdanken haben. Sie war Schirmherrin des „Olgäle“ und gründete die Nikolauspflege in Stuttgart, die blinde und sehbehinderte Menschen im Alltag unterstützt. Auch an unserem Standort Ludwigsburg half sie Bedürftigen, etwa indem sie die Karlshöhe unterstützte, eine Stiftung, die heute im diakonischen Verbund soziale Dienste anbietet. Olga war auch Schirmherrin der Olgaschwestern, denen
sie gemeinsam mit König Karl I. ein eigenes Krankenhaus als Mutterhaus und Ausbildungsstätte finanzierte. 1873 gründete die schöne Königin im Stuttgarter Westen das Olga-Stift, heute ein Gymnasium. Man muss ganz sicher kein verstaubter Monarchie-Verehrer sein, um die Lebensleistung der württembergischen Königin anzuerkennen. Insbesondere bei den Themen Gesundheit und Pflege darf Olga als engagierte Vorreiterin gelten, die ihr eigenes Vermögen einsetzte, um konkret zu helfen.
Hier lebte die Königin, wirkte und hinterließ Spuren: eine Übersicht der Städte und Schauplätze, die ihre Biografie geprägt haben.
1846 heiratete Olga, die Tochter von Zar Nikolaus I., den Kronprinzen Karl von Württemberg. Nach der Hochzeit zog sie von St. Petersburg nach Stuttgart. Sie bewohnte unter anderem das neue Schloss und die Villa Berg in der Landeshauptstadt, empfing Besuch in den Schlössern Ludwigsburg und Solitude. Ihr Sommersitz war Schloss Friedrichshafen. Bis 1864 war Olga Kronprinzessin, danach Königin von Württemberg.
Ihre Ehe blieb kinderlos. 1870 adoptierte das königliche Paar Wera, eine Nichte Olgas. Königin Olga starb am 30. Oktober 1892 in Friedrichshafen. In den Gedanken der Menschen lebt sie weiter. Bis heute erinnern zahlreiche Straßen und Schulen in Stuttgart an die liebenswerte Wohltäterin. Im Volksmund wird sie gerne als „Sissi von Stuttgart“ bezeichnet – auch wegen ihrer Schönheit.
